Komplementäre Krebstherapie

Naturstoffe als Infusion wie Curcumin (Gelbwurz), Artesunate (einjähriger Beifuß), hochdosiertes Vitamin C, 6-Shogaol (Ingwer), DCA, Resveratrol (Traubenextrakt) u.a. haben sich in der komplementären Krebsmedizin allein oder kombiniert mit schulmedizinischen Krebstherapien als sehr wirksam und gut verträglich erwiesen.

Eine individualisierte Therapie kann durch die Bestimmung der Ansprechbarkeit dieser Wirkstoffe auf nachgewiesene zirkulierende Tumorzellen im Blut erstellt werden.

Aus naturheilkundlicher Sicht ist eine Krebserkrankung als eine Gesamtüberlastung von Körper und Seele, von Immunsystem, Stoffwechselprozessen, Entgiftungskapazitäten und vielem anderen mehr zu verstehen. So ist es im Rahmen der ganzheitlichen Betrachtung unsere Aufgabe, jeden dieser Aspekte in die Behandlung mit einzubeziehen. So erhält jeder/jede krebserkrankte Patient/in einen individuellen Therapieplan.

Curcumin

Curcumin (Gelbwurz) als stark antioxidativ wirkende Substanz hemmt Entzündungen und stimuliert die Entgiftung im Körper. Außerdem konnte in Studien eine krebshemmende Wirkung nachgewiesen werden. Es zeigte sich in Laboruntersuchungen und im Tierversuch eine starke und breite Wirkung auf Tumorzellen, z.B. bei Dickdarm-, Brust-, Eierstockskrebs sowie Leukämie und Pankreascarcinom.

Leider ist die Resorption über die Darmschleimhaut bei oraler Gabe sehr eingeschränkt, sodass eine Infusion von Curcumin sehr viel wirksamer ist.

Artesunate

Seit über 2000 Jahren wird der einjährige Beifuß (Artemisia annua) in der TCM gegen Malaria eingesetzt. Der Hauptwirkstoff Artesunate wird nach pharmakologischer Veränderung zur Verbesserung der Resorption als Artemisinin in der Medizin eingesetzt. Die chinesische Pharmakologin Youyou Tu wurde 2015 für die Erforschung von Artemisinin mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet.

In den von Malariaerregern befallenen Erythrozyten (rote Blutkörperchen) reagiert Artemisinin mit eisenbeladenen Molekülen (z.B. Hämoglobin, freies Eisen). Auch die Krebszelle ist eisenangereichert. Artesunate reagiert mit diesen Eisenverbindungen unter Bildung von ROS (reaktive Sauerstoffverbindungen), welche die Zellmembran angreifen. Dadurch findet der Zelltod statt. Dieser Vorgang wird als Ferroptose bezeichnet. Gesunde Zellen werden davon nicht betroffen.

Vitamin C

Bereits vor 50 Jahren wurde bekannt, dass Vitamin C das Krebswachstum hemmen kann. Heute ist die hochdosierte Vitamin C-Gabe ein wesentlicher therapeutischer Bestandteil in der komplementären Krebsmedizin.

Vitamin C wird eingesetzt, um Tumorwachstum zu reduzieren sowie die konventionelle Krebstherapie zu unterstützen. Nebenwirkungen während Chemotherapie und Bestrahlungen können gelindert werden sowie die Empfindlichkeit der Krebszellen auf diese Behandlungsformen gesteigert werden.

Unter einer Hochdosis-Vitamin C-Gabe ist eine Gabe von mindestens 10 Gramm zu verstehen. Eine intravenöse Gabe ist notwendig, da die oraler Gabe dieser Dosen nicht über die Darmschleimhaut aufgenommen werden kann und noch dazu Durchfall verursacht. Um aber eine zytotoxische Wirkung zu erzielen, muss Vitamin C in so hoher Dosis (nur als Infusion möglich) verabreicht werden.

6-Shogaol

6-Shogaol (Ingwer) ist sowohl eine stark antientzündlich wirkende als auch eine tumorhemmende Substanz. Sie wirkt auf verschiedene Arten von Krebszellen. Vor allem bei Darm- und Brustkrebs wurden bereits in Studien sehr positive Ergebnisse belegt. 6-Shogaol wirkt aktiv gegen Tumorstammzellen, die verantwortlich sind für Wachstum, Wandelbarkeit, Resistenz- und Metastasenbildung, nachgewiesen bei Brustkrebs- und Coloncarcinom-Zellen.

DCA

Krebszellen verwerten in ihrem Stoffwechsel hauptsächlich Kohlenhydrate. DCA (Dichloracetat) behindert die Verwertung dieser Energiequelle.

Prinzipiell werden alle Kohlenhydrate zu Traubenzucker umgewandelt und als Energiequelle in die Zelle gebracht. Dort wird dieses Molekül zerlegt und dadurch Energie gewonnen. Ist genug Sauerstoff vorhanden, bleibt beim Abbau nur noch Kohlendioxid und Wasser übrig. Dieser Stoffwechselweg wird als Verbrennung bezeichnet. Ist zu wenig Sauerstoff vorhanden, wird der Traubenzucker nur unvollständig, bis zur Milchsäure, abgebaut. Krebszellen verwenden hauptsächlich diesen Abbauweg, der Vergärung genannt wird. Die Milchsäure wird nun aus der Krebszelle gepumpt und umkleidet die Tumorzelle wie ein Mantel, welcher die Krebszelle vor Immunzellen schützt und der Tumor nicht mehr angreifbar ist.

Wie bei allen Stoffwechselvorgängen spielen auch hier Enzyme eine wichtige Rolle. Das Enzym Pyruvatdehydrogenase fördert die Verbrennung, wird wiederum durch ein anderes Enzym (Pyruvatdehydrogenasekinase) gehemmt. Dieses wird durch DCA blockiert. So kann die Pyruvatdehydrogenase ungebremst arbeiten und in der Krebszelle die Verbrennung fördern. Das führt zu weniger Milchsäureproduktion und damit Angreifbarkeit gegen Immunzellen. Außerdem aktiviert die Verbrennung den natürlichen Zelltod (Apoptose) der Krebszelle.

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Dr. med. Claudia Windschüttel

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